Stickarbeiten in Hürth, Köln und Wesseling –
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🧵 1. März 2007 – Der Tag, an dem alles begann
Am 1. März 2007 bin ich zum Gewerbeamt gegangen und habe meine Stickerei angemeldet.
Damals war ich 29 Jahre alt.
Ich hatte keine Ausbildung im Textilbereich, keine große Werkstatt und keinen Businessplan.
Aber ich hatte eine Nähmaschine mit Stickeinheit – und eine Idee.
Und so begann alles.
🪡 Wie aus einem Geschenk eine Berufung wurde
Nach der Geburt meiner Tochter habe ich angefangen zu nähen.
Meine Oma war gelernte Hutmacherin – vielleicht lag mir das Handwerk also doch ein bisschen im Blut.
Meine andere Oma, die ich bis zu ihrem Tod begleitet habe, sagte irgendwann zu mir:
„Ich möchte dir etwas Gutes zurückgeben.“
Ich wünschte mir eine Husqvarna-Nähmaschine mit Stickeinheit.
Damals war das einfach ein Hobby.
Ein paar Lätzchen. Babysachen. Kleine Projekte.
Ich hatte keine Ahnung, dass daraus einmal mein Lebensweg entstehen würde.
🚀 Der Schritt in die Selbstständigkeit
Mitten in einer schwierigen Zeit – Renovierung, Eigentum, viel Unsicherheit – fiel die Entscheidung:
Mach dich selbstständig.
Also bin ich am 1. März 2007 losgegangen und habe mein Gewerbe angemeldet.
Rebeccas Creativ Studio stand von Anfang an fest.
Ich hatte keine Erfahrung mit Sticksoftware.
Die Dateien kamen noch auf Karten – fast wie USB-Sticks.
Ich habe mir ein Programm gekauft und alles im Learning-by-Doing beigebracht.
Und ich bin sehr schnell an Grenzen gestoßen.
🧵 Erste Aufträge – erste Investitionen
Mein erster größerer Verein war die Damenkarnevalsgesellschaft Mir sin jeck aus Berrenrath.
Sie wollten Rückenstickereien.
Mein Stickfeld war zu klein.
Also habe ich mir Geld von meiner Schwester geliehen und eine Pfaff mit größerem Stickbereich gekauft.
Damit konnte ich auch Kappen besticken.
Doch mit einem großen Kappenauftrag habe ich diese Maschine irgendwann an ihre Grenzen – und leider auch in den Defekt – gebracht.
Nach drei Jahren Selbstständigkeit stand ich vor einer Entscheidung:
Aufhören oder investieren.
Ich habe investiert.
Und den Schritt zur ersten Industriestickmaschine gewagt.
🏠 Der Keller – und die Weiterentwicklung
Kurz darauf bin ich mit meiner Stickerei in einen Keller gezogen.
Viele denken, dort habe alles begonnen.
Aber in Wahrheit war das bereits der nächste Entwicklungsschritt.
Ich habe fünf Jahre zusätzlich Teilzeit gearbeitet,
80 bis 90 Stunden Wochen gehabt und jeden Monat 40 Wimpel gefertigt – genäht und gestickt.
Mit diesem Auftrag konnte ich mir meine zweite Stickmaschine leisten.
Aber irgendwann wusste ich:
Ich muss raus aus dem Keller.
🏬 2016 – Der Schritt ins Ladenlokal
Am 5. März 2016 habe ich mein erstes Ladenlokal mit 60 qm² eröffnet.
Über 200 Gäste kamen zur Eröffnung.
Es war ein unglaublicher Moment.
Ich war raus aus dem Keller.
Sichtbar. Selbstständig. Unternehmerin.
📈 Wachstum, Umzug, neue Herausforderungen
2019 folgte der Umzug in die Grippekovener Straße.
Mit sieben Mitarbeitenden, vier Stickmaschinen und über 330 qm².
Natürlich kamen Herausforderungen:
Corona, wirtschaftliche Belastungen, viele Entscheidungen.
Aber ich habe nie aufgehört zu investieren –
vor allem in das, was man nicht sofort sieht:
Software. Struktur. Professionalität.
Ich habe mehr in gute Programme investiert als in neue Maschinen.
Denn Qualität beginnt im System.
✨ Vom Hobby zur Leidenschaft
Ich bin gelernte Bürokauffrau.
Keine Textilmeisterin. Keine Designerin.
Ich bin über ein Hobby in meine Berufung gewachsen.
Was als Lätzchen und Babysachen begann –
wurde durch Anfragen von Vereinen, Karnevalsgesellschaften und Unternehmen zu einem ganz anderen Weg.
Und dieser Weg hat sich Stück für Stück selbst geebnet.
🔜 2026 – Ein neues Kapitel
Dieses Jahr steht wieder ein großer Schritt an.
Ich habe eine Maschine abgegeben, werde eine neue, modernere Industriestickmaschine bekommen und ein weiteres Software-Upgrade machen.
Automatische Fadenspannung.
Mehr Präzision.
Mehr Effizienz.
Stillstand war noch nie mein Weg.
❤️ Mein Fazit nach all den Jahren
Ich wollte immer zeigen,
was man mit Stickerei alles Schönes machen kann.
Vom Schleier bis zur Autofußmatte.
Von einem Teil bis zu tausend.
Heute weiß ich:
Stickerei ist keine Frage der Menge –
sondern der Erfahrung.
Und ich liebe und lebe genau das.
📍 Rebeccas Creativ Studio – seit 1. März 2007
Wenn du mehr über meine Entwicklung, meine Meilensteine und meinen beruflichen Weg erfahren möchtest, findest du auf meiner „Über-mich“-Seite eine strukturierte Übersicht mit den wichtigsten Stationen.
👉 www.rebeccas-creativ-studio.de/ueber-mich
Danke, dass du mich auf diesem Weg begleitest. 💜

